Wo in der Nachkriegszeit Wohnraum für Südtiroler Zuwanderer geschaffen wurde, entsteht nun Platz für die nächste Generation. Die bestehenden Gebäude werden rückgebaut und durch eine moderne Wohnanlage ersetzt, die den sozialen Gedanken von damals in die Zukunft weiterträgt. Mehr als sieben Jahrzehnte später stehen die Bestandsbauten vor erheblichen baulichen und energetischen Herausforderungen. Gleichzeitig haben sich die Anforderungen an Wohnkomfort, Barrierefreiheit, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit grundlegend verändert. Da eine Sanierung weder technisch noch wirtschaftlich sinnvoll umsetzbar wäre, fiel in enger Abstimmung mit der Marktgemeinde, den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie der Fachplanung die Entscheidung für eine umfassende, zukunftsfähige Neugestaltung.
Insgesamt entstehen in zwei Bauabschnitten fünf Baukörper mit 93 Mietwohnungen, die jeweils über ein Stiegenhaus und einen Personenaufzug erschlossen werden. Im ersten Bauabschnitt werden Haus A als Hybridbau mit Holzfassade sowie Haus F in Massivbauweise errichtet. In diesen beiden Gebäuden entstehen insgesamt 49 Wohnungen – darunter 32 Drei- und 17 Zweizimmerwohnungen. Jede Einheit verfügt über einen Balkon oder eine Terrasse, ein eigenes Kellerabteil sowie einen Tiefgaragenstellplatz. Ergänzt wird das Angebot durch sechs Besucherparkplätze im Freien sowie einen Kinderspielplatz.
Auch in energetischer Hinsicht entspricht das Projekt modernen Standards: Eine Luftwärmepumpe in Kombination mit einer Photovoltaikanlage sorgt für eine nachhaltige Energieversorgung. Das Technikkonzept wird durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung und eine Fußbodenheizung ergänzt. Mit einem Heizwärmebedarf von rund 23 kWh/m²a in Haus A und 25 kWh/m²a in Haus F erfüllt die Anlage zeitgemäße energetische Anforderungen.
Obwohl die Bauarbeiten bereits im Dezember 2025 begonnen haben, markiert der feierliche Spatenstich einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur geplanten Fertigstellung im November 2030. Mit diesem Projekt schaffen die Alpenländische und die Marktgemeinde Hopfgarten hochwertigen Lebensraum, der durch seinen historischen Standort, die durchdachte Höhenentwicklung von Nordwesten nach Südosten, einen zentralen, zur Brixentaler Ache geöffneten Platz zwischen den Baukörpern sowie eine gehobene Ausstattung und zukunftsorientierte Bauweise überzeugt.

Bürgermeister
„Mit dem heutigen Spatenstich starten die Bauarbeiten auch offiziell. Ein besonderes Augenmerk lag im Vorfeld darauf, die Übergangsphase für die Bewohnerinnen und Bewohner so angenehm wie möglich zu gestalten. Mit diesem Vorhaben setzt die Marktgemeinde Hopfgarten im Brixental gemeinsam mit der Alpenländischen ein starkes Zeichen für eine nachhaltige Ortsentwicklung – fest verwurzelt in der eigenen Geschichte und mutig ausgerichtet auf die Zukunft.“

Geschäftsführer
„Der soziale Auftrag der ursprünglichen Siedlung bleibt unser Leitmotiv. Während die historische Bausubstanz den heutigen energetischen Standards nicht mehr entsprach, bleibt der Kern der Siedlung – die Solidarität und das Schaffen eines Zuhauses – unverändert.“

Architekt
„Das Projekt steht symbolisch für Kontinuität im Wandel: Die Gebäude verändern sich, aber der soziale Gedanke bleibt. Die neue Wohnanlage wird nicht nur in sozialer Hinsicht Maßstäbe setzen, sondern auch architektonisch einen Akzent für Hopfgarten.“











